Football is back in town!

Die Allgäu Comets haben in der ersten American Football Bundesliga gegen die Marburg Mercenaries mit 28-25 einen wichtigen Sieg gefeiert. 5 Tage nach der Trennung von der bisherigen Coaching-Staff hat das Team um Hesham Khalifa und Rafael Jagielski eine klasse Leistung auf das Feld gezaubert.

Vor rund 1.200 Zuschauern im Illerstadion zeigte sich von Anfang an eine andere Mannschaft als in den vergangenen Monaten. Und sofort sprang auch der Funke auf die gut gefüllte Tribüne über, mehrfach war zu hören dass „endlich wieder Football gespielt wird“. Erstmals in dieser Saison war auch die Unterstützung für das Allgäuer Team vom der ersten Minute bis buchstäblich zur letzten Sekunde des Spiels seitens der Zuschauer wieder da.

Die Comets zeigten gegen die starken Marburger von Anfang an ein variables Spiel. Den Coaches war es trotz der kurzen Zeit gelungen das Team komplett neu einzustellen und auch viele Spielzüge zu installieren die bisher nicht stattgefunden haben. Marburg war im Gegensatz zum Hinspiel wieder mit einem Quarterback ausgestattet. Damals musste der auch noch angeschlagene „Tausendsassa“ Silas Nacita die Rolle übernehmen und führte sein Team auch zum Erfolg gegen Kempten. Die Defense der Allgäuer hatte viele sehr gute Szenen und es war zu spüren das Rafael Jagielski einen ganz anderen Spirit in das Team gebracht hat. Zudem war die Verteidigungsformation der Comets deutlich strukturierter als in den vergangenen Wochen.

Zur Halbzeit lagen die Comets mit 14-9 vorne und im zweiten Abschnitt entwickelte sich ein wahrer Krimi. Hin und her wogte das Spielgeschehen vor den begeisterten Zuschauern kur vor Ende war es Niall Padden der einen Onside-Kick der Gäste sichern konnte und damit den Comets die Möglichkeit gab genügend Zeit von der Uhr zu nehmen um den Mittelhessen, dann am Ende nur noch Sekunden zu lassen um nochmals zu punkten was unter dem frenetischen Jubel der Fans mit einem sensationellen Tackle gegen eben den Bärenstarken Silas Nacita misslang.

Die Comets haben das Spiel gegen die Mercenaries aufgrund einer geschlossenen und kämpferisch einwandfreien Leistung für sich entscheiden können. Zwar haben sie den direkten Vergleich gegen Marburg nicht, aber das störte am Sonntag im Illerstadion niemanden mehr.

Die Allgäuer werden nun in den nächsten Tagen weiter an ihrer neuer Taktik arbeiten um in den restlichen Saisonspielen die Play-offs klar zu machen. Hilfe erhalten die Comets in den weiteren Planungen auch von außen, so war zum Beispiel der Vater des Nachwuchs-QB´s Calvin Stitt vor Ort an der Sideline. Er war vormals als europäischer Runningback in der NFL bei den San Francisco 49ers aktiv.

(pics by Paolo Acquadro)