Die Allgäu Comets haben in der American Football Bundesliga am Samstagabend in Schwäbisch Hall mit 23-65 eine deutliche Niederlage hinnehmen müssen.

Die Allgäuer waren zum zweiten Spiel nach dem Trainerwechsel guten Mutes nach Schwäbisch Hall gereist, wollte man den amtierenden Deutschen Meister doch mehr fordern als im Hinspiel in Kempten zu Saisonbeginn. Das Team um Interims-Coach Hesham Khalifa leistete sich aber zu viele Fehler gegen die Unicorns, die trotz der hohen Führung auch erst recht spät auf die zweite Garde umstellten, was nun kurz vor den Play Offs auch durchaus legitim ist um die Formationen noch besser einzuspielen. Auch Defense-Coach Rafael Jagielski sah die Probleme vor allem in individuellen Fehlern. Grundsätzlich war er aber am Tag nach dem Spiel weiter optimistisch was die Entwicklung angeht, „Da stehen alle zusammen und auch an der Sideline meckert niemand am Anderen rum, das ist wieder ein echtes Team“ so der Defense-Coordinator weiter.

Die Allgäuer trafen auf einen extrem motivierten Gegner der bereits vorzeitig die Südmeisterschaft fix machen wollte. Entsprechend legten die Unicorns vor rund 1.800 Zuschauern auch los und konnten bis zur Halbzeit eine 39-15 Führung herausarbeiten. Feli Manoka und Jordan Paul steuerten die Touchdowns für die Comets nach Pässen von Justin Sottilaire bei, Spencer Cutlan verwandelte einen PAT und Jordan Paul verwertete nach seinem Touchdown auch den Two-Point Conversion. Zuvor war allerdings schon ein Problem an diesem Tag deutlich geworden. Einen Punt der Comets trugen die Haller über 66 Yard zurück zu einem Touchdown und in der zweiten Hälfte erzielten die Hausherren auch einen Kick-Off Return Touchdown über 83 Yards. Die Special-Teams der Allgäuer hatten immer wieder massive Schwierigkeiten mit den pfeilschnellen und wendigen Returnern der Hausherren. Überflüssigerweise leisteten sich die Comets dann auch noch einen Interception-Return Touchdown durch die Unicorns bevor Neuzugang Gabriel Chambers einen feinen 75-Yard Pass von Nachwuchs-QB Calvin Stitt zum dritten Comets-Touchdown verwertete. Die Two-Point Conversion erzielte dann Martin Emos.

Auch die Allgäuer setzen mit zunehmender Spieldauer auf die Back-Up Spieler und neben vielen guten Szenen bleiben eben die individuellen Fehler haften, die dem Spiel letztendlich den hohen Ausgang gaben. Die Trainer haben bereits angekündigt am Montag sofort mit den Spielern die Fehler zu analysieren und weiter daran zu arbeiten diese abzustellen. Die kommenden beiden Spiele werden nun auch über die Platzierung entscheiden. Vom Abrutschen auf Rang sieben bis zum Verbleib auf Platz drei in der Tabelle ist theoretisch noch alles möglich. Um ganz sicher für die Play Offs zu gehen, müssen die Comets am kommenden Sonntag gegen die Ingolstadt Dukes gewinnen und am 1.9. in München mindestens einen Punkt holen. Verlieren sie gegen Ingolstadt oder München, dürfte am Ende nur der undankbare fünfte Platz bleiben. Volle Konzentration ist also nun angesagt in diesem Saisonendspurt.

(pics by Paolo Acquadro)